Der DB Navigator und das doppelte BahnCärdchen [cont.]

Der DB Navigator erlaubt es dem Nutzer nicht nur seine Bahntickets als Online-Ticket in der App zu speichern, sondern auch die BahnCard1. Bei der Kontrolle kommt man über eigenen Button in der Ticket-Ansicht zur Ansicht mit der BahnCard2. Das ist bequem und erspart den Griff zur Briftasche.

Leider kann man App-seitig auch eine solche Funktion kaputt machen. <!–more–>

Nachdem ich mit meiner BahnCard genug Umsatz gemacht hatte, hat mich die Bahn (wieder) mit dem Comfort-Staus belohnt. Zuerst kam eine eMail mit der freudigen Nachricht, dann trudelte im DB Navigator ein zweiter Eintrag bei den BahnCards ein (und irgendwann kam denn auch die neue Plastikkarte per Post).

Im DB Navigator hatte ich nun zwei Einträge: einen für die „normale“ BahnCard und einen für die BahnCard Comfort. Für mich unterscheiden sich die Einträge nur beim angezeigten Bild (mal Abbildung mit weißen Rand, mal Abbildung mit silbernem Rand).

Nun hatte mir zwar die Bahn vor einigen Monaten mitgeteilt, dass ich die irrtümlich nicht gekündigte Probe-BahnCard unter keinen Umständen mehr loswerde, auch wenn ich deshalb die Bahn fortan kleinlich, kundenunfreundlich und sch***e finde, aber dennoch traut sie der eigenen Aussage nicht: Der DB Navigator fordert mich regelmäßig auf, die BahnCard(s) zu aktualisieren3.

Nun kennt mein DB Navigator ja „zwei“ BahnCards: eine mit und eine ohne Comfort-Status. Bei der Aktualisierung scheint der Server aber nur eine Aktualisierung raus, wahrscheinlich weil ich ja nur eine BahnCard habe. Also wird der eine Eintrag (BahnCard Comfort) aktualisiert und der andere („normale“ BahnCard) nicht.

Das doppelte BahnCärdchen

Das wiederum verwirrt die App, die ja weiterhin einen nicht mehr aktuellen Eintrag hat. Also bringt sie bei jeder Gelegenheit eine Meldung raus, dass ich doch bitte die BahnCard-Daten aktualisieren soll, was ich ja schon getan habe. Nun kann man in der Messagebox auch auswählen, dass man nicht mehr erinnert werden möchte, aber bekomme ich dann noch Hinweise auf einen künftig bestehenden Aktualisierungsbedarf für die eine „andere“ BahnCard?

Das Problem könnte ich lösen, wenn ich den Eintrag für die „zweite“ BahnCard löschen könnte. Geht aber nicht.

Auf Anfrage bot @DB_Bahn eine „Löungsmöglichkeit“, die ich schon befürchtet hatte: App löschen, App neu installieren und erneut anmelden4.

Das Trüffelchen in dem Fall ist, dass die „Lösung“ gar keine Lösung ist: Nach Löschen, Neuinstallieren und Verbinden mit dem DB-Account lud der DB Navigator neben dem aktuellen Datensatz für die BahnCard Comfort auch wieder den nicht mehr aktuellen Datensatz für die „normale“ BahnCard und schlug die Aktualisierung der BahnCard vor.

In der Folge bekam ich auf unterschiedlichen Wegen und von unterschiedlichen Supportmitarbeitern der Bahn unterschiedliche Auskünfte.

Alte BahnCards können über das Betriebssystem iOS nicht gelöscht werden.

Ein Satz als Antwort für ein komplexes Problem. Dass ich die BahnCard in der App nicht löschen kann, hatte ich schon selbst bemerkt.

@DB_Bahn: Sorry, dass es hier keine Lösung gibt. Eigentlich müsste der Datensatz der normalen BC inaktiv sein.

Diese Aussage lässt in mit die Hoffnung aufkommen, dass es bei mir zu einem Fehler gekommen ist, und dass sich eigentlich auch bei dieser Fallgestaltung nur einen Eintrag für eine BahnCard im DB Navigatir finden sollte.

Die Aktualisierung erfolgt in regelmäßigen Abständen für die aktuelle BahnCard.

Diese Aussage hat mich wirklich weiter gebracht.

Heute (21.11.2017) habe ich nach vier Arbeitstagen die folgende Antwort bekommen:

Die BahnCard als Handy-Ticket ist ein digitales Produkt, welches je nach BahnCard Typ flexibel gekündigt werden darf. Im Falle einer Kündigung kann die DB das einmal ausgegebene Handy-Ticket nicht zurück verlangen. Daher wird die Gültigkeit der BahnCard als Handy-Ticket alle 4 Wochen überprüft und dem Kunden eine neue zum Zeitpunkt der Aktualisierung gültige Handy-Ticket BahnCard auf das Smartphone aufgespielt. Dies erfolgt in der Regel tomatisch. Für den Fall dass der DB Navigator nicht online gehen kann, muss die Handy-Ticket BahnCard vom Kunden mit Hilfe der Pulldown Geste im Bereich „Meine BahnCard“ manuell aktualisiert werden.

Das habe ich hier – wenn auch mit nicht so viel Marketing-Candy drumrum – schon vor gefühlt Wochen hier beschrieben. Mein Problem, das ich per Mail vor genauso langer Zeit der Bahn beschrieben habe (Beschreibung steckt noch ganz unten in der heutigen Antwort) ist weder angesprochen, noch gelöst.

Langsam habe ich den Eindruck, dass die Bahn das Problem nicht lösen kann. Die einzige Lösung, die mir dann einfiele hatte ich in einer früheren fassung diese Artikels schon man in eine Fußnote gepackt:5


  1. Es können nicht alle BahnCards in den DB Navigator übernommen werden. Die Übernahme scheint nur zu funktionieren, wenn man sie mit dem Kundenkonto gekauft hat, mit dem die App verbunden ist.
    Bisher hatte ich BahnCards, die der Travelservice meines Arbeitgebers gekauft hatte. Diese BahnCards konnte ich nicht in die App übernehmen.
    Dieses Jahr habe ich die BahnCard selbst gekauft und ich konnte sie in die App übernehmen. 
  2. Für die BahnCard wird ein von den Online-Tickets bekannter 2D-Barcode sowie alternativ eine Abbildung angeboten. Was der Schaffner sehen möchte, scheint mehr von der persönlichen Vorliebe, als von der Dienstvorschrift abzuhängen (Scannen des Barcodes scheint Vorschrift zu sein, wofür auch spricht, dass die App zuerst auf die Barcode-Ansicht navigiert, wurde bisher von mir aber nur einmal verlangt). 
  3. Wenn man sich die in Klarschrift dargestellten Daten in der Barcode-Darstellung der BahnCard ansieht, dann gibt es ein Datum Aktuell bis, das einen Monat nach der letzten Aktualsierung liegt.
    Bei mir gilt die BahnCard bis 6/2018, die Daten in der App sind momentan aktuell bis 10.12.2017. 
  4. Der Hinweis, dass man zur Lösung eines – meist eher trivialen – Problems die App löschen und neu installieren soll, ist in meinen Augen eine Bankrotterklärung der App-Programmierung. Es gibt – eigentlich lösbar erscheinende – Probleme, die man nicht lösen kann oder will.
    Da kann sich der dumme Kunde die Mühe machen zu löschen, neu zu installieren und neu zu konfigurieren.  
  5. Mal sehen, vielleicht soll ich meinen Account bei bahn.de löschen, einen neuen Account anlegen und eine neue BahnCard kaufen. 😈 

Intelligente Interpunktion + WordPress = Fail

In den letzten Woche machten mir ein seltsames Verhalten von WordPress (App und Backend) ziemliche Kopfschmerzen. Bei neu erstellten oder1 geänderten Postings waren die Links schlichtweg kaputt. Wenn ich mir die HTML-Source ansah, dann fanden sich Konstrukte wie dieses:

 <a href=„http://thoschworks.de/blog/„ title=„ThoSch:Blog | Das Weblog von Thomas Schewe – Eines unter Millionen“>Link</a> 

Ich war ratlos. Weiterlesen

Tumblr-Fail: Tumblr App & Markdown [Updated]

Mich verbindet eine Hassliebe mit Tumblr. Ich mag den Dienst als solchen. Das Angebot an Inhalten ist – nun ja – sehr, sehr weit gefächert. Die Funktion, im Kern gefühlt seit Jahrzehnten unverändert, gefällt sehr gut. Neben dem leichten Rebloggen ist es auch die Markdown-Unterstütztung beim Erstellen der Postings. Und wer hier liest, kennt meine Vorliebe für Markdown.

Leider schafft es Tumblr immer wieder Teile seines Dienstes zu ruinieren. Mal sind es Funktionen der Webseite (Dashboard), die auf mobilen Plattformen wie dem iPad nicht mehr funktionieren, weil man ja die geniale App hat, die die Funktion im Zweifelfall auch nicht hat. Andermal verschwinden Funktionen aus der App, die so oder so nicht den vollen Funktionsumfang des Dashboards abbildet.

Diesmal ist es der Markdown-Support, der teilweise aus der App verschwunden ist. Weiterlesen

Klammern in Markdown-Links [Updated]

Markdown bietet ein sehr gut zu handhabendes Markup für Links in der Form [Text](URL "Titel"), wobei der Titel auch weggelassen werden kann.

Nicht ganz so einfach wird es, wenn die URL schließende Klammern enthält1. Dann wird die schließende Klammer in der URL als die abschließende Klammer des Link-Markups interpretiert, was eigentlich nie zu brauchbaren Ergebnissen führt.

Update: Das Problem scheint ausschließlich bei meinem Lieblingstexteditor Editorial aufzutretenWeiterlesen

Analog und effizient

Im März habe ich mir ein Fitbit Charge 2 gekauft und bin damit recht zufrieden. Die Zufriedenheit litt etwas, als sich Anfang August plötzlich eine Verklebung am Armband löste. Da ich gehörte hatte, dass Fitbit in diesen Dingen sehr kulant ist1 (und die Garantie auch noch läuft), schickte ich über die Webseite eine Schadensmeldung mit Bild.

Sehr schnell bekam ich eine Antwort, in der die üblichen Angaben abgefragt wurden (Name, Anschrift, Kaufdatum, mit dem Fitbit-Account verknüpfte eMail-Adresse). Eine Anforderung war im ersten Moment überraschend:

Ein Bild des Schadens mit einem handgeschriebenen Zettel daneben die Ihre Fallnummer 20586049 zeigt.

Eine sehr analoge, aber effiziente Lösung um sicher zu stellen, dass der Kunde tatsächlich ein beschädigtes Produkt (zur Hand) hat und nicht nur ein von Freunden “geborgtes” oder im Internet gefundenes Bild einsendet, um sich Ersatz zu erschleichen.

Nachdem ich obiges Bild eingeschickt hatte, wurde der Fall schnell und zu meiner Zufriedenheit abgewickelt.


  1. Mir hatte eine Bekannte berichtet, dass Fitbit bei Kunden des Charge (1), bei dem reihenweise die Gummiabdekcung des Ladeports abfiel, sehr großzügig Gutscheine für neue Geräte verschickte. Ihr war es so möglich ihren defekten Charge (1) gegen den leistungsfähigeren Charge 2 in der um 30 Eure teureren Special Editon zu tauschen. 

Größe eines Verzeichnisbaumes ermitteln

Vorhin wollte ich auf der Commandline einer Linux-Maschine die Größe eines Teil der Verzeichnisstruktur ermitteln. Ich wusste, dass es irgendwas mit du ist. Ein einzelnes du schwallt einem jedoch erbarmungslos die Konsole zu. Hier kommt es auf die richtigen Optionen an.

Habe mir endlich mal die Zeit genommen, die man-Page von du etwas intensiver zu lesen und siehe da, es gibt einen passenden Aufruf: du --summarize -h (das -h sorgt für die Ausgabe verständlicher Größenangaben, also human-readable).

[/share/thosch] # du --summarize -h
1.5T    .

Schmucklos, aber es tut.

Schreibe mir das mal schnell auf, bevor ich es wieder vergesse.

SSH unter Raspbian aktivieren

Meine Raspberry Pis nutze ich (bisher) headless, d.h. ohne Tastatur und Display. Der Zugriff auf die Raspi erfolgt per SSH von einem anderen Rechner oder meinen iPad. Nachdem ersten Start des Raspi starte ich mit ssh raspberrypi eine Secure Shell und beginne mit den spezifischen Anpassungen des Systems.

Als ich gestern einen neuen Raspberry Pi mit aktuellen Raspbian (Raspbian 2017-04-10) aufsetzen wollte, bekam ich keinen SSH-Zugriff auf das frische System, sondern die Fehlermeldung ssh: connect to host 192.168.xxx.xxx port 22: Connection refused1.    Weiterlesen

Fantasy Filmfest 2017

Heute flatterte der Newsletter von Rosebud Entertainment mit den Terminen für das diesjährige Fantasy Filmfest in die Inbox. In Berlin findet es vom 13. bis 24.09.2017 statt.

Da unser diesjähriger Segeltörn im Juli stattfindet, sollte dem Kinoexzess nichts im Weg stehen. Ich habe die Tage gleich in meinen Terminkalendern geblockt.