Da weiß man, dass man wieder daheim in Berlin ist…

Nach zwei Tagen in München bin ich heute auf dem Flughafen Tegel gelandet und brauchte den Flughafens nicht mal richtig verlassen, um zu merken, dass ich auch wirklich wieder daheim in Berlin bin.

Es gibt ja Stimmen, die meinen, dass der Flughafen Tegel so einzigartig provinziell sei, dass allein das Tegel-Feeling ausreicht, einzigartige Heimatgefühle aufkommen zu lassen. Unsere Maschine kam leider am Terminal C an, dem dieses besondere Flair fehlt, und das schlichtweg überall im Europa stehen könnte.

Aber Gott sei Dank gibt es da die BVG-Fahrer.

Als wir auf den ersten BVG-Bus zustrebten, stoppte meine Kollegin am Eingang und fragte den Fahrer, ob der Bus an einem Bahnhof der U-Bahnlinie 7 halten würde. Die Veränderung, die beim Fahrers vorging, ist unbeschreiblich. Mir erschien es, als sei er sichtlich angewidert gewesen, als er die Auskunft gab. Meine Frage, wie ich am schnellsten zum Hauptnahnhof kommen würde, hat er dann aber prompt und freundlich beantwortet. (Ich musste den Bus wechseln.)

Im Expressbus TXL erwartete mich dann mal wieder einer jener Höhepunkte der Kundenbindungspolitik der BVG: Als ich einstieg stockte das Fortkommen im vorderen Teil des Busses. Der Bus war zwar halb leer, aber aus welchen Gründen auch immer, gingen die Fahrgäste nicht zügig weiter. Der Fahrer stellte lakonisch fest, dass der Bus wohl voll sei, schloss die Tür vor den verdatterten Wartenden und rauschte los.

Da wusste ich, ich bin wieder daheim in Berlin…

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