BVG blamiert sich mal wieder nach besten Kräften

Für die iPhone-Plattform gibt es bei iPhone App Store die kostenlose App Fahr-Info Berlin. Die App ermittelt mit Hilfe der GPS-Funktionalität des iPhone 3G die nächste Haltestelle und errechnet dann, wie man am besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Ziel kommt. Eine geniale Art der alternativen Stadtnavigation, die einem Gadget wie dem IPhone einen wahren Sinn verleiht. Das fanden wohl auch gut 20.000 User, die die App seit Juli 2008 runtergeladen haben sollen.

Statt sich über diese Art des kostenlosen Kundensupports durch einen Dritten zu freuen, hatte die BVG etwas auszusetzen: Im Programm wird ein von der BVG bereitgestellter Netzübersicht verwendet, was nach Ansicht der BVG gegen die Lizenzbedingungen verstößt.

Wie die BVG in ihrem Impressum ausführt, ist lediglich die nichtkommerzielle private Nutzung der angebotenen Inhalte in den Grenzen des Urheberrechtsgesetzes zulässig. Also scheint die BVG auf rechtlich sicherem Boden zu stehen.

Peinlich werden dann die weiteren Äußerungen der BVG-Sprecherin, die man bei taz.de lesen kann.

Da ist dann die Rede, dass man sein Patent schützen müsse und Apple eine der reichsten Firmen der Welt sei. Da ist dann die Frage zu recht gestellt, was denn Apple damit zu tun habe, wenn der Download kostenlos sei und somit weder der Autor, noch Apple einen finanziellen Vorteil hätten.

Zu waren Begeisterungsstürmen führt dann die Ankündigung, dass die BVG eine eigene Anwendung in der Entwicklung habe, die dann auf allen Mobiltelefonen laufe. Na da stellt man sich doch die Frage, ob die Pressesprecherin oder überhaupt jemand bei der BVG weiß, was ein iPhone ist und wie viel es mit einem normalen Mobiltelefon gemein hat…

P.S.: Wenn taz.de titelt Kunden sind sauer: BVG verbietet iPhone-Programm, dann stimmt vielleicht der erste Teil, aber die App ist nicht verboten, sondern es gibt sie weiterhin; nur ohne Übersichtsplan.

[Quelle: taz.de via heise via Max Winde]

Nachtrag: Stellungnahme der BVG

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