einfach vs. konditioniert

thosch66@Flickr: smarter Schalthebel (CC-BY-NC-ND)
smarter Schalthebel by thosch66 (Lizenz: CC-BY-NC-ND).


Meine Frau ist mit unserem Wagen über’s lange Wochenende weg. Zu meiner großen Freude hat der Finanzausschuss einen Ersatz in Form eines gemieteten smart fortwo genehmigt. Nun rolle ich – nach kurzer Eingewöhnung – mal wieder munter mit einem Smart durch die Stadt. Nur manchmal, da verschalte ich mich.

Eigentlich ist die Schaltung des Smart ganz einfach. Es handelt sich um ein halbautomatisches Getriebe. Drückt man den Schalthebel nach vorne, dann wird einen Gang hochgeschaltet. Wenn den Hebel nach hinten zieht, dann geht es einen Gang nach unten. Wenn die Elektronik meint, dass geschaltet werden sollte, dann bekommt man das angezeigt. Bevor der Motor überdreht, schaltet der Wagen von selbst. Also ganz einfach und von User-Interface her sehr klar.

Dennoch schaffe ich es, den Hebel von Zeit zu Zeit in die falsche Richtung zu reißen. Die Lösung ist ganz einfach: Eine Konditionierung durch über 20 Jahre Schaltwagenfahren.

Als Schaltwagenfahrer ist man gewöhnt, beim Anfahren nach wenigen Meter in den zweiten Gang zu schalten. Dazu zieht man den Schalthebel nach hinten. Oooops, das ist aber beim Smart die falsche Richtung. Hier trifft klares Bedienkonzept auf jahrelange Konditionierung.

Heute hatte ich erstmalig eine entgegengesetzte Situation. Ich wollte runterschalten und schaltet stattdessen aber hoch. Es war eine Situation, bei der man beim Schaltwagen vom vierten in den dritten Gang schaltet, also den Schalthebel nach vorne schiebt…

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