80% der Bahnkunden sind nicht von den Komforteinschränkungen betroffen

Aufgrund der technischen Überprüfung der ICE 3 scheint es ja zu Einschränkungen im Bahnverkehr zu kommen. Als wie schwer man die ansieht, dürfte davon abhängig sein, wo und wie man unterwegs ist.

Vorhin konnte ich mir das Lachen gerade noch verkneifen, als ich auf der Bahn-Seite die Überschrift ICE-Überprüfung – es gibt Komforteinschränkungen (oder ähnlich, habe mir leider den genauen Titel nicht genemerkt) las.

Das scheint der eine oder andere betroffene Kunde nicht lustig gefunden zu haben, denn nun titelt die Bahn: ICE-Überprüfung – 80% unserer Fahrgäste sind nicht betroffen. Das mag richtig sein, erinnert mich aber dennoch an frühere Rechenmodelle einiger Mobilfunkanbieter, die von einer 90% Netzabdeckung sprachen und dies nicht auf die Fläche, sondern auf die Bevölkerung bezogen.

Ob es den Fahrgast, dessen ICE morgen auf der Linie 45 von Köln nach Wiesbaden/Mainz ausfällt, tröstet, dass es keine Störungen auf der RE-Strecke zwischen Berlin und Wittenberge gibt, mag man bezweifeln.

Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich für die Reise nach München das Flugzeug und nicht den ICE genommen habe (weil billiger und schneller).

3 Gedanken zu „80% der Bahnkunden sind nicht von den Komforteinschränkungen betroffen

  1. Maggi

    Hm, ich fahre morgen nach Hamburg und zurück. Mit dem ICE. Wegen CO2 natürlich. Nein, weil ich meinem Arbeitgeber begründen müsste, warum ich den Flieger nehme. Mal sehen, ob meine Reservierung gilt.

    Übrigens geht es bei den Betroffenen so weit ich weiß nicht um ausgefallene Züge, nur um verkürzte.

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  2. Thomas Schewe

    Persönlich bevorzuge ich auch den ICE. Es ist bequemer, man hat nicht den Vorlauf und kommt meist bis ins Zentrum.

    Bei unserer Fahrt nach München lag das Flugzeug deutlich vorne. Für uns (drei Personen, eine mit BC50) war Fliegen nur halb so teuer wie ICE (2. Klasse). Die Transferzeit liegt mit Fahrt von und zum Fluhafen und Vorlauf immernoch bei der Hälfte (bei planmäßigen Bahnbetrieb).

    CO2 zählte hier nicht, weil diesbezüglich (noch) nicht entscheidungsrelevant. Sollte aber IMHO eindeutig in die Flugpreise eingepreist werden, sodass es sich bei einer isolierten wirtschaftlichen Betrachtung auch auswirkt.

    Das mit dem Zugausfall hatte ich vorher bei bahn.de gelesen und hatte mich auch selbst überrascht.

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