BVG-Streik – Kollateralschäden

BVG-Streik

BVG-Streik by thosch66 (Lizenz: CC-BY-NC-ND).

Die Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) streiken. Da liegen die Geschädigten doch klar auf der Hand: Primär die Fahrgäste, dann natürlich die BVG und last but not least die Natur, weil ein mehr Auto gefahren wurde.

Es gibt zumindest noch eine weitere Gruppe: Die Ladenbesitzer, die Läden in den U-Bahnhöfen gemietet haben.

Ich meine hier nicht jene typischen Buden auf den Bahnsteigen selbst, sondern die Geschäfte in den einkaufspassagenähnlichen Zwischengeschossen zwischen dem Straßenniveau und den eigentlichen Bahnsteigen. Dort hat die BVG in nicht unerheblichen Umfang Ladenflächen vermietet und die Ladenmieten sind dort auch nicht unbedingt niedrig.

Diese Läden sind zwar zu einem gewissen Teil von den Fahrgästen abhängig, aber IMHO machen sie auch einen nicht unerheblichen Teil des Umsatzes mit Kunden, die gezielt in jene Passagen gehen, ohne dass sie mit der U-Bahn fahren wollen. Z.B. gehen viele Leute, die rings um den Fehrbelliner Platz arbeiten, gehen mittags in den dortigen Bahnhof, um sich dort ihr Mittagessen zu kaufen.

Der Grund weshalb die Bahnhöfe geschlossen blieben, dürfte zumindestens zum Teil baulich bedingt sein. Zwar lassen sich die Bahnhöfe – wie man auf dem Bild sieht – sehr gut nach Außen hin verschließen, aber der Übergang vom Zwischengeschoss zu den Bahnsteigen lässt sich nicht sichern.

Warum der Bahnhof letztendlich geschlossen bleibt, dürfte den Ladenbesitzern egal sein. Ihnen entgeht der Umsatz bei weiterhin laufenden Kosten. Ich befürchte mal, dass bei einem längeren Streik einigen schnell die Puste ausgehen dürfte. Jedenfalls schneller als der BVG oder den Gewerkschaften.

3 Gedanken zu „BVG-Streik – Kollateralschäden

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