Bio-Kartoffeln aus Ägypten?

Bio-Kartoffeln auf Ägypten

Bio-Kartoffeln aus Ägypten by thosch66 (Lizenz: CC-BY-NC-ND).

Vorhin stand ich im Supermarkt vor den Gemüseregal. Ich musste für einen der vielen Beutel mit Kartoffeln drin entscheiden.

Da waren wiklich lecker aussehende Kartoffeln aus Frankreich. Die Hand zuckte. Nein, nimm lieber die Bio-Kartoffeln. Gut so!

Etwas später sah ich dann den Herkunftshinweis: Ägypten.

Mmh, Bio aus Ägypten? Letztlich die Bobby-Bohnen aus Ägypten, na ja so richtig klase fand ich das nicht. Aber Bio-Ware?

Lieber Leser, bitte verstehe mich richtig. Ich habe nix gegen die Ägypter oder Ägypten. Nur in mir hält sich hartnäckig eine Gedankenkette: Ägypten gleich Entwicklungsland (stimmt das Noch?). Entwicklungsland gleich massiver Pestizideinsatz, also nix Bio. Diese Gedankenkette mag nicht stimmen, aber irgendwie kommt sie tief aus meinem Bauch.

Die Öko-Kontrollstelle wird uns schon schützen.

4 Gedanken zu „Bio-Kartoffeln aus Ägypten?

  1. Peter

    Naja, wenn man bedenkt das in Ägypten selbst manche Menschen gerne etwas mehr Nahrungsmittel zum Leben hätten, so ist das doch auch ein schönes Beispiel für den Unsinn der Globalisierung in manchen Bereichen. Als ob bei uns keine Kartoffeln, auch Bio, wachsen würden. Aber wo Geld zu verdienen ist wird eben rangeklotzt. Die Ägyptischen Bauern verdienen eben nicht so viel, da ist der Gewinn höher. Und ohne Pestizide und Kunstdünger kann man sich das sicher auch nur schwer vorstellen…

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  2. Thomas Schewe

    Du triffst voll meine Gedanken. Und wenn ich dann noch die CO2-Bilanz aufgrund des langen Transportweges mit ansetze…

    (Obwohl, wenn der deutsche Bio-Bauer treckert und der Agypter gar keinen Trecker besitzt…)

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    1. harms bioladen

      Pestizideinsatz ist teuer. Deshalb gibt es gute Möglichkeiten in Entwicklungsländern auf unbehandeltem, gutem Boden Biowaren anzupflanzen

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