Fantasy Filmfest 2005 – Zwischenbilanz

Das 19. Fantasy Filmfestes (FFF) ist in Berlin jetzt schon drei Tage gelaufen. Ich habe es geschafft jeden Tag dort zu sein. Heute (Samstag) ist Pause (auch wenn ich mich bei der Hitze doch etwas nach einem klimatisierten Kinosaal sehne..). Zeit eine Zwischenbilanz zu ziehen.

Insgesamt habe ich sechs Filme gesehen. Im Folgenden werde ich kurz meine Eindrücke aufschreiben; die Beschreibungen der Filme sind über den jeweiligen Link auf den Seiten der FFF erreichbar.

Mittwoch (17.08.)

Kiss Kiss Bang Bang (Opening Night Gala)

Ein wirklich netter Auftakt. Nicht unbedingt, das was ich einem Fantasy Filmfest erwarten würde (der letztjährige Auftakt Hellboy war da aus einem anderen Holz), es war aber wirklich vergnüglich. Viel Witz, ein paar heftigere Szenen, einige Schießereien und ein guter Shoot out am Ende.

Laut Filmstarts.de soll der Film am 25.10. in Deutschland laufen. Kann ihn nur wärmstens empfehlen (und werde ihn mir dann wohl eine weiteres Mal ansehen…).

Donnerstag (18.08.)

The Secret Adventures of Gustave Klopp

Das war am Donnerstag der Auftakt zu einem sehr französisch geprägten Filmtag. Der englische Titel The Secret Adventures of Gustave Klopp ist IMHO zu reißerisch. Das Original Narco (als Verkürzung von Nar[c|k]olepsie, unter der der Protaginist leidet) ist passender. Auch wenn Killer vorkommen und es zu Mordanschlägen kommt, so ist der Film in meinen Augen doch eher von der ruhigen Sorte. Von der Machart her ist es eher eine Fernsehproduktion. Die Bilder sind zumeist unspektakulär (mit Ausnahme einiger weniger Traumsequenzen des Protagonisten) und die Handlung plätschert so vor sich hin. Das Ende ist nicht das, was ich erwartet hätte, aber für die Charaktere ein wirkliches Happy End.

Nett (durchaus positiv gemeint), vergnüglich, sehenswert, aber nicht das Futter, dass ich unbedingt auf dem Fantasy Filmfest erwarte.

Arsène Lupin

Der zweite Franzose am Donnerstag. Irgendwie war ich enttäuscht. Hätte mir (vor allen von den Bildern) mehr erwartet. Hatte auch eher das Flair einer Fernsehproduktion. [Man sieht meine Begeisterung auch beim Kommentieren…]

Nicht noch einmal…

Primer

Dieser Film hatte es sehr schwer bei mir: als dritter Film am Abend, nach zwei kurzen Wechseln zwischen den Filmen (max. 10 min), Nix zu Essen oder zu Trinken, ansteigenden Kopfschmerzen und in diesem Zustand noch OV ohne Untertitel. Das Programm hatte ihn als nicht unbedingt einfach angekündigt. Ich bin einfach nicht reingekommen. Wobei mir die Idee schon gefällt. Auch die Machart, einfach ein paar Wissenschaftler bei ihrem Treiben rund um ihre geheimnisvolle (und von ihnen wohl auch nicht ganz verstandene) Erfindung zu beobachten, ohne Rahmenhandlung oder Erzähler, einfach nur aus den Bildern und Gesprächen verstehen (oder auch nicht) was abgeht, spricht eigentlich mich an. Bei der Recherche zu diesem Artikel bin ich auf Speedys Filmtagebuch gestoßen, wo es einen Beitrag über Primer gibt, der mir jetzt (im nachhinein) vieles erklärt, was ich nur halb mitbekommen habe (um den gespoilerten Text zu lesen, einfach mir dem Cursor das graue Feld markieren…).

Vielleicht später noch einmal, wenn ausgeruht (und mit Untertiteln oder gar Syncro).

Freitag (19.08.)

Hair High

Autsch, das ging heftig ab. Bin eigentlich kein Horro-, Splatter- oder Gore-Fan und mache einen Bogen darum. Und wenn der rauchende Herr Lehrer nach dem Verschlucken seiner Zigarette seine sämtlichen Eingeweide auf den Tisch hustet/koptzt, dann ist das üblicherweise weit jensseits dessen, was ich ertrage. Da aber Hair High
a) ein Amimationsfilm im Cartoon-Stil und
b) völlig überzogen ist,
ging das dann doch auch für mich o.k. Um es einfach auf den Punkt zu bringen: Hair High ist einfach nur die geschichte, die wirklich alle Widrigkeiten übersteht. Nur das es auf dem Weg zum Happy End (ooops, verraten…) ziemlich zur Sache geht.

Nix für empfindliche Seelchen mit schwachen Nerven. Wenn man es mag (oder durch den Cartoon-Stil darüber hinweg kommt), kann man sich wirklich verdammt gut Unterhalten und teilweise herzhaft lachen.

A Bittersweet Life

Hatte lange darüber nachgedacht und dann A Bittersweet Life nicht in meine Planung aufgenommen. Letztlich war dann ausschlaggebend, dass ein Freund von mir den Trailer sah und beschloss A Bittersweet Life sehen zu wollen. Also habe ich mich ihm angeschlossen…
Und es hat sich gelohnt. Für mich der bisherige Höhepunkt des FFF 2005. Sicherlich teilweise recht heftig, viel Blut, viele Tote, aber wirklich gut. Genau die Art von (asiatischem) Thriller, die ich mag. (Auch wenn es eigentlich egal ist: Auch “nur” ein Liebesfilm; der zweite am Abend)

Wer heftigere Szenen abhaben kann, sollte sich A Bittersweet Life unbedingt ansehen.

…und wer die letzte Szene verstanden hat, melde sich und erkläre sie mir (nur ein böser Traum?).

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