Boris Akunin – Der Magier von Moskau

Das Buch Der Magier von Moskau ist jüngste in Deutschland erschinene Krimi des russischen Autors Boris Akunin um den russischen Detektiv Erast Petrowitsch Fandorin.

Moskau im Jahre 1900: In der russischen Metropole gibt es einen geheimen Zirkel mit dem Name die Liebhaber des Todes. Die zwölf Mitglieder – oder besser Auserwählten, wie sie sich selber nennen – sind alle vom Wunsch beseelt Selbstmord zu begehen. Sie treffen sich regelmäßig, tragen düstere Gedichte vor und hoffen ein Zeichen zu erhalten, dass der Tod einen von Ihnen erwählt hat. Dieser Auserwählte begeht dann auf möglichst spektakuläre Weise Selbstmord und hinterlässt der Welt ein Abschiedsgedicht. Prospero, der Mentor der Gruppe, erwählt dann aus der großen Schar der Kandiadaten ein neues zwölftes Mitglied.
Die nicht abreißende Reihe von Selbstmorden ruft die Obrigkeit auf den Plan und stachelt die Phantasie der Zeitungsredaktionen an. Es wird Zeit, dass Erast Petrowitsch Fandorin dem Spuk ein Ende bereitet. Da er bei der Obrigkeit in Ungnade gefallen ist, ´kann er dies jedoch nur aus dem Verborgenen heraus tun.

Die Geschichte ist aus meiner Sicht mäßig spannend. Der Autor lockt seinen Helden und den Leser auf eine falsche Spur, um dann zu dem – zumindest von mir – erwartetet Ende zu kommen. Frühere Fandorins oder auch die Krimis um die Schwester Pelagia waren spannender.

Bei den Fandorin-Krimis ist neben dem Was erzählt wird, auch immer das Wie es erzählt wird, spannend. Akunin hat bei der Reihe Fandorin ermittelt keine feste Erzählform, sondern wechselt diese. Bei Der Magier von Moskau wird die Geschichte aus drei Perspektiven erzählt:
Zunächst ist da eine junge Frau, die aus der Provinz nach Moskau kommt um das wahre Leben und die Liebe kennen zu lernen. Sie schließt sich den Liebhabern des Todes an und sehnt sich nach einem spektakulären Abschied vom Diesseits. Ihre Erlebnisse, Gedanken und Sensüchte vertraut sie ihrem Tagebuch und damit auch dem Leser an. Die Tagebucheinträge bestreiten den größten Teil des Buches.
Den zweitgrößten Teil machen die Berichte eines Polizeispitzels aus, der sich in den Zirkel eingeschlichen hat und nun aus dessen Innerem berichtet.
Die dritte Perspektive stellen Zeitungsartikel dar. Sie bilden auch Einleitung der Geschichte. Auch hier erfolgt die Berichterstattung teilweise aus der Sicht eines Ich-Erzählers.

Durch die Erzählform wird die eigentliche Hauptfigur Fandorin etwas aus dem Mittelpunkt gerückt. Seine Handlungen werden nur aus der – nicht immer vorurteilsfreien Sicht – zweier der Erzähler beschrieben. Seine Gedanken und Beweggründe bleiben weitgehend im Dunkeln.

Das Buch hat mir gefallen, auch wenn ich es nicht für das beste Buch aus der Fadorin-Reihe halte.

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