Markdown: Inline-Stil vs. Referenz-Stil

Vor ein paar Wochen bin ich dem verlockendem Ruf des Texteditors Ulysses erlegen. Als mir die erzeugten Markdown-Dateien ansah, war ich überrascht: Ulysses codiert Links im Referenz-Stil.

Zeit sich mal mit mit den beiden Art der Link-Codierung in Markdown zu beschäftigen.

Inline-Stil

Eine – und die von mir bevorzugte – Art Links in Markdown zu codieren ist der sogenannte Inline-Stil in der Form [Text](URL "Titel"), wobei der Titel auch weggelassen werden kann. Hier ist der gesamte Link in der Textzeile untergebracht (daher inline). Bei etwas komplexeren Links bzw. Absätzen mit mehrere Links bläht das Markup der Links den Text auf, was auf Kosten der Lesbarkeit geht. Hier ein Beispiel aus dem Quellcode eines meiner jüngeren Artikel:

Der von mir – z.B. zum Schreiben dieses Artikels – verwendete Editor [*Editorial*](http://omz-software.com/editorial/ "Editorial for iOS") kommt mit dieser Darstellung klar. Der Editor [*Drafts*](https://agiletortoise.com/drafts/ "Drafts | Agile Tortoise") hingegen, mag diese Form gar nicht und möchte **beide** Klammern ersetzt bekommen:

Editoren – wie hier Editorial – können hier unterstützen, indem sie die nicht zum eigentlichen Text gehörenden Textteile farblich ausblenden.

Markdown-Code Links im Inline-Stil

Referenz-Stil

Markdown kennt eine zweite Möglichkeit zur Darstellung von Links: den sogenannte Referenz-Stil:

Der von mir – z.B. zum Schreiben dieses Artikels – verwendete Editor [*Editorial*][1] kommt mit dieser Darstellung klar. Der Editor [*Drafts*][2] hingegen, mag diese Form gar nicht und möchte **beide** Klammern ersetzt bekommen:  
[1]:    http://omz-software.com/editorial/ "Editorial for iOS"
[2]:    https://agiletortoise.com/drafts/ "Drafts | Agile Tortoise"

Hier werden die URL und der – auch hier optionale – Titel an das Ende des Textes gesetzt und über eine Referenz (Ziffer in eckigen Klammern) mit der Verlinkung verbunden.

Inline- vs. Referenz-Stil

Auf der einen Seite sorgt der Referenz-Stil für einen übersichtlicheren Text, weil URL und Titel aus dem Bereich verschwinden. Auf der anderen Seite führt die Trennung bei längeren Texten zu sehr viel Scrollerei, wenn man die URL oder den Titel eines Links prüfen oder ändern will.

Persönlich bevorzuge ich auch weiterhin den Inline-Stil, weil hier Text und Link beieinander bleiben. Weiterhin lassen sich Inline-Links einfacher automatisiert erstellen und sind „im Stück“ kopierbar. Das Aufblähen des Texte stört mich nicht so stark und wird durch die geschickte Darstellung in Editorial deutlich abgemildert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kommentare abonnieren

Es erfolgt keine Weitergabe von Daten an externe Dienste wie WordPress.com.

eMail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.
Auch möglich: Abo ohne Kommentar.