Im Paket teurer

Wir sind vor etwas mehr als einem Jahr mit unserem Telefonanschluss zu Arcor gewechselt. Grund dafür war, dass Arcor damals als einziger Provider hier einen DSL-Anschluss schalten konnte. Zum DSL-Anschluss mit 1000kBit/s gibt es 1000 MByte dazu. Nun wollte ich etwas mehr…

In den letzten Monaten lag ich regelmäßig über dem Freivolumen. Also reifte der Entschluss auf eine Flatrate zu wechseln. Nach einem erfolglosen Versuch habe ich es dann heute erneut über die Webseite von Arcor versucht.
Flatrate für 4,95 Euro auswählen ging, aber irgendwie wollte mir das System immer auch gleich eine Telefon-Flatrate für 9,95 Euro verkaufen. Lies sich einfach nicht abwählen. Aber bei unseren wenigen Telefonaten rechnet sich ein Telefon-Flatrate nicht wirklich.

Also habe ich bei der Hotline angerufen (24 Cent/min). Das Ergebnis war das selbe: Internet-Flatrate geht nur zusammen mit Telefon-Flatrate; zumindest bei DSL-1000. Bei DSL-2000 gäbe es die Internet-Flatrate auch einzeln. Aber wir haben eine saumäßige Dämpfung auf der Leitung, sodass ich schon froh bin, dass ich ein DSL-1000 bekomme habe. (Reicht eingentlich auch…)

Na ja, weil die monatlichen Kosten für den Anschluss mit Internet-Flatrate und Telefon-Flatrate unter unseren bisherigen Monatsrechnungen liegt, habe ich dann doch ja gesagt.

Aber irgendwie fühle ich mich gearscht: Kein schnelleres DSL und dafür dann die Flatrate nur im unattraktiven Doppelpack.

4 thoughts on “Im Paket teurer

  1. Matthäus Dolibog

    Ich verstehe überhaupt nicht, warum DSL-Anschlüsse immer noch so viele Probleme bereiten. Alle meine Bekannten haben bei der Anmeldung verdammt lange warten müssen. Außer bei der Telekom, die meiner Meinung nach die Arbeit der Konkurrenten behindert. Ich musste selbst bei Versatel 3 Monate auf den DSL-Zugang warten. Ist die Technik denn so unausgereift oder liegt es an den wenigen Mitarbeitern, die die Kommunikationsunternehmen beschäftigen? Auf jeden Fall nervt sowas tierisch.

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  2. Thomas Schewe

    Ich glaube, da gibt es viele Gründe.

    Ein Teil der Probleme wird sicherlich auch an den Mitarbeitern liegen. Mein letzter Besuch beim T-Punkt (fast genau zwei Jahre her) war grausam (ein Stammmitarbeiter mit drei Azubis…). Dann ist personal ja auch ein Posten, an dem man gut sparen kann.

    Im Hinblick auf die große Zahl der DSL-Anschlüsse, die in den letzten drei, vier Jahren geschaltet wurden, kann man auch von einem Mengenproblem ausgehen. Besonders dann, wenn das Marketing besser aus die Technik bzw. die Kapazitäten der Infrastruktur ist. Wenn man schneller Aufträge annimmt, als die Technik diese dann realisieren kann, dann kommt es zwangsläufig zu Wartezeiten.

    Dann habe ich den Eindruck, dass man (hier mal nicht die Telekom) gerne auch den Mund zu voll nimmt. Ich habe den Eindruck, dass -zumindest früher- die Verfügbarkeitsdatenbank der Telekom recht gut war. Es gab auch negative Anworten bzw. Verweise auf notwendige Prüfungen.
    Bei Arcor habe ich hingegen den Eindruck, dass man im Zweifelsfall zunächst erst mal gerne „Ja“ sagt, um dann letztlich doch einen Rückzieher zu machen. Kenne einige Fälle, bei denen die Datenbank ein „Ja“ rausgab, obwohl die Telekom zuvor mehrfach negativ getestet hat (und Arcor nutzt ja auch nur die Telekomleitungen…). Irgendwann folgt dann ein „Nein“ oder man vergisst sich zu melden.

    Ich hatte hier auch zwei negative Aussagen von der Telekom (obwohl man mir bei meinem denkwürdigen, letzten Besuch im T-Punkt -ohen Prüfung- eine Zusage nebst schriftlicher Auftragsbestätigung gegeben hatte). Als ich die Dame von Arcor fragte, wie Arcor mir einen DSL-Anschluss schalten wolle, faselte sie nur was von eigener Technik. Hahaha. (Letztendlich hatte die Telekom technisch aufgerüstet, aber vergessen sich zu melden…)

    Dann gibt es auch noch das Problem, dass sich die Telekom für die Mitbewerber nur bedingt krumm macht. Nachdem „Njet“ der Telekom wolte ich einen DSL-Anschluss von QSC. Die Chancen standen nicht schlecht, weil QSC damals DSL auf einer extra Leitung (also ohen paralleles Telefon) realsierte. Dabei konnten Sie angeblich etwas „schärfer“ rangehen, weil es keinen NTBA gab, den man grillen konnte. Die Aktion scheiterte, weil die Telekom keine zusätzliche Leitung zur Verfügung stellen wolltekonnte (obwohl hier einige freie Leitungen ins Haus gegehn). Eine Gegenprobe ergab, dass mir die Telekom innerhalb von 6 Wochen einen zusätzlichen ISDN-Anschluss hätte realisieren können…

    Das im Artikel geschriebenen Problem ist ein reines Marketing-„Problem“. Arcor möchte -aus welchen Gründen auch immer-, dass die Kunden zu den schnelleren Anschlüssen migrieren. Deshalb macht man den schnelleren Anschluss mit Flatrate preiswerter als den langsameren.
    Dass es hier nicht schneller geht (50m weiter die Leitung runter gibt es null DSL) ist Pech. Ist vom Marketing nicht vorgesehen, also aus dem Blickfeld ausgeklammert.

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  3. Burak Teze

    Bei uns gibt es den Fall dass Arcor uns unbedingt die 16000 Flat andrehen wollte bzw. angedreht hat also noch steht der anschluss nicht wir sind noch bei t-online aber das problem DSL 16000 wird auf jeden fall nicht gehen weil wie gesagt Arcor nutzt die Leitungen der Telekom und bei der Prüfung von Telekom gehen nur 1500 wegen dem Netzwerkknoten aber Arcor klingt warscheinlich überzeigender als ich (also gut beim lügen) denn ich habe den anschluss nicht bestellt. Ich bin mal gespannt wie sie sich dann ausreden bzw. den Rückzieher machen. Ich finde so eine Kundenberatung scheisse wo die Berater einfach lügen trotz Fakten die wollen doch nur mehr prämie kassieren.

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  4. daniel

    Schön sehr interessant, was sich in wenigen Jahren auf dem DSL-Markt so getan hat. Das Rad dreht sich immer schneller und ich bin gespannt, wer bei diesem Tempo noch alles mithalten kann…

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