Webcuts 04+05 – Nachlese

Gestern (6. Oktober 2005) fand Webcuts – Internet Film Fest Berlin im berliner CineStar Original im Sony Center und auch zeitgleich im Internet statt. Nach der Vorführung Best Of Webcuts 2001-2003 starteten um 20:15 Uhr 27 Filme im Wettbewerb.

Sofern man sich unter einem Internet Film Fest nicht so etwas richtig vorstellen kann, hier die Festlegung auf der Webcuts-Homepage, welche Filme eingereicht werden dürfen:

Für Webcuts dürfen nur Filme eingereicht werden, die für das Internet produziert worden sind oder hauptsächlich darin veröffentlicht wurden, egal ob digital hergestellt oder mit herkömmlicher Schnitttechnik.

Es geht also um diese kleinen, zumeist lustigen Filmchen, die man im Internet findet und dann meist in Kreditkartengröße über den Bildschirm ruckeln.

Webcuts – Flimmernde Pixel auf dem Bildschirm, flackernde Bytes auf der Leinwand und Leuchten in den Augen inklusive…
[Motto auf der Webcuts-Homepage]

Für denjenigen, der ich auf den Weg ins CineStar gemacht hatte, gab es eine neue Erfahrung: Internetfilme formatfüllend auf der großem Kinoleinwand. Bei einigen Filme war dies ein Genuss, während einige andere, vor allem älteren Filme aus dem Vorprogramm Best Of Webcuts 2001-2003 aufgrund der mangelnden Auflösung oder Blockartefakten wegen zu agressiver Komprimierung eher Sand in den Augen waren.

Best Of Webcuts 2001-2003

Vor den Wettbewerbsbeiträgen liefen um 18:00 Uhr zunächst die besten Beiträge aus den Jahren 2001, 2002 und 2003. Als erste Berührung war dies eher enttäuschend. Der Saal war fast leer und die Filme waren teilweise sehr schwach.

Wettbewerbsbeiträge 2004/2005

Für die Vorstellung der 27 aktuellen Wettbewerbsbeiträge füllte sich der Saal schon bedeutend mehr. Bei Beginn waren mehr als 2/3 der Plätze belegt.

Nach einer zweisprachigen Anmoderation, die auch per live stream ins Internet übertragen wurde, begann die Vorstellung. Das Niveau der Beiträge lag deutlich über dem Durchschnitt der vorab gezeigten Filme aus den Vorjahren. Es waren auch einigen Wiederholungstäter dabei, die scheinbar regelmäßig Filme melden und unter den Besten landen.

Gegen 21:45 Uhr war die Vorstellung beendet und die drei vorab von der Jury bestimmten Siger wurden verkündet.

Den ersten Platz erhielt Lots of Robots von Andy Murdoc. Lots of Robots (kurz LOR)ist ein wunder schöner Animationsfilm, der eine recht eigene Schöpfungsgeschichte erzählt. Oder besser erzählen wird, denn LOR wird aus Zeit- und Kostengründen als Episodenfilm produziert. Bisher ist nur ein Teil der Film produziert.
Gezeigt wurde das gut fünfminütige Volume I. Das den ersten Teil inhaltlich umschließende Volume II ist bereit fertig und auf der Webpage des Autors verfügbar.

Die Besucher waren aufgerufen per Stimmzettel ihren Favoriten zu bestimmen und es fiel mir gar nicht leicht, die richtige Wahl zu treffen. Die Teilnehmer im Internet konnten online voten.

Anschließend fand in der HomeBase Lounge eine Party statt, an der ich aus Zeitgründen nicht teilnehmen konnte. Dort wurde auch der Publikumspreis vergeben.

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