Vertrauen und Zweifel

Bim Surfen bin ich auf das Weblog von Anke Gröner gestoßen. In ihrem Posting untitled schreibt Anke über das Weblog einer Frau, deren Mann im Sterben liegt. Dieses Posting sowie das Weblog dieser Frau haben mich sehr betroffen gemacht.

Auf eine ganz andere Weise hat mich einer der Kommentare auf Anke Posting getroffen.

Ein User namens Bloom kommentiert wie folgt:

Auf Berichte im Netz hin Gefühle zu entwickeln ist ziemlich naiv.

Wer sagt mir, dass die “Anke” welche scheinbar von einem Sterbenden berichtet nicht etwas ausprobieren will, das sie in der Journalisten- oder Schreibschule lernte oder eine Schriftstellerin/Schriftsteller der die Reaktionen fürs neueste Buch testen will.

Wer sagt mir, dass Sie Frau Gröner nicht die Tricks der Werbebranche anwenden und mit diesem Eintrag nur auf den ersten Platz Ihres Vornamens bei Google verweisen wollen, ohne dass es etwas albern daherkommt.

Wer sich fangen lässt von den Rattenfängern im Netz wird mit Sauf-, Freß- oder Brechanfällen oder ähnlichem bestraft. Weil der Verstand über den Körper dem Gefühl mitteilen will, hier läuft etwas schief.

Dieser Kommentar trifft doppelt.

Zunächst Ärgere ich mich über die rotzige Art von Bloom. Das Posting von Anke drückt eine sehr starke Betroffenheit aus. Gleiches gilt für einen Teil der Kommentare. In diese Stimmung platzt Bloom mit seiner schwerwiegenden Beschuldigung.

Doch nach der ersten Aufregung bleibt etwas zurück. Etwas zunächt unbestimmtes, etwas zunächst nur schwer greifbares. Ein Zweifel.

Ich kenne Anke nicht. Ich kenne auch Bloom nicht. Wem von beiden kann ich vertrauen? Anke ist sicherlich aus vielerlei Gründen im Vorteil: Ihr Posting strahlt Freundlichkeit und Anteilnahme aus, durch Ihr Blog wird sie greifbar und mein grundsätzlicher Glaube an das Positive im Menschen spricht für sie. Bloom hingegebn bleibt anonym, nicht greifbar (obwohl Anke auch nicht wirklich greifbar ist) und er strahlt Unfreundlichkeit, Überheblichkeit und Zynismus aus. Die Sache ist eigentlich klar.

Aber dennoch ist nun das Vertrauen in jene mir unbekannte Anke getrübt. Wie es so ist: Es bleibt immer etwas hängen.

Indem ich dies hier schreibe, tue ich Anke höchstwahrscheinlich (hier manifestiert(e) sicht wieder dieser Hauch des Zweifels) Unrecht. Da es mich bewegt, lege ich es trotzdem nieder. Ich denke Anke wird es verstehen.

27 thoughts on “Vertrauen und Zweifel

  1. Bloom

    Eine Ergänzung, der Vollständigkeit wegen. Ich hatte noch einen Kommentar zum Abschluss geschrieben, der wie folgt lautete:

    „Verehrte Frau Gröner, Sie enttäuschen nie. Nichts lag mir ferner als ihren Teppich zu bekotzen. Doch in meinem Alter lässt sich manchmal ein leichtes Sabbern kaum mehr vermeiden. Ich bitte das höflich zu entschuldigen.“

    Der Kommentar wurde gelöscht, ebenso wie wenigstens ein anderer auf den sich ein unzensierter Kommentierer bezog.

    Ich lese Frau Gröner seit langer Zeit kommentarlos. Sie arbeitet als Werbetexterin und weiss wie man mit Worten Wirkung beim Publikum erzielen kann, ohne dass die eigentliche Absicht plump daher kommt.

    Realität ist unter anderem leider auch, es wird vieles, auch scheinbar herzzerreissendes in Weblogs geschrieben das weit weg von der Wahrheit ist.

    Neu für mich, dass durch das unauffällige Löschen bestimmter Kommentare für den unbeteiligten Leser ein Eindruck entsteht, der schlicht falsch ist. Unter anderem der Eindruck, Frau Gröner fände zu bestimmten Themen überwiegend Zustimmung. Durchs Halten der Beiträge in einer Warteschleife kann das unauffällig für die Unbeteiligten ablaufen.

    Als ich meine Fragen stellte, war das mir dem Langzeitleser noch nicht klar. Ebenso wenig wie erhellend die Antworten bzw. der Umgang mit meinem Beitrag sein würden. Ich wurde mit einem Mechanismus konfrontiert, der eine Diskussion vortäuscht, die in Wirklichkeit keine ist.

    Damit Sie mich recht verstehen, Frau Gröner kann in ihrem Weblog veranstalten was sie mag. Auch eine, nahezu perfekt und unauffällig arbeitende Zensur installieren. Was der eine oder andere davon halten mag, ist eine andere Sache. Sie ist keineswegs die einzige der viel besuchten Weblogs, die einen schönen Schein aufrecht erhält, doch von anderen wusste ich das vorher schon. Der Ehrgeiz viele Besucher an- und dafür alle Register zu ziehen, ist scheinbar grenzenlos und treibt die seltsamsten Blüten.

    Nun war es ausgesprochen interessant zu erleben, wie eine Frau die an der Oberfläche so weich und verletzlich erscheint, die so viele ergreifende Texte schrieb, knallhart und rigoros agiert, sobald ihr etwas nicht in den Kram passt. Auch das ist ihre Sache, doch letztlich ist das in diesem Fall gezeigte Verhalten und ihre Reaktionen eine mehr als deutliche Antwort auf meine Fragen.

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  2. Thim

    Was ich in all den Jahren mit blogs gelernt habe: Das ist wie in anderen Medien auch. Quotentauglich sind die, die ein einwandfreies, erfolgreiches Leben inszenieren. Wobei Erfolg sich an der Erwartung der Zielgruppe misst. Und die ist bei blogs und im Internet – allen Statistiken zum Trotz – immer noch relativ jung, lebt in Städten und hat keine Kinder. Deswegen kommen latent kinderfeindliche postings, konsumunkritische postings, Liebesleid, usw. sehr gut an. So ein wenig „Lolle in Berlin“.

    Blogs sind eine Projektionsfläche für ein gewünschtes Leben. Das ist unvermeidlich und macht auch den Reiz des Schreibens aus. Das ist für mich auch der Grund dafür, dass es wenig blogs von „wirklich erfolgreichen“ gibt (ausser Anwaltsblogs…). Viele benötigen diese Projektionsfläche nicht, da sie mit Familie, Freunde, interessanten Beruf, usw. vollkommen zufrieden und ausgelastet sind. Wo sind die blogs aus der Arbeit von BCG-Consultants, Juniorprofessoren, Unternehmern?

    Kritisch sollte man an blogs immer rangehen. In erster Linie ist es Unterhaltung.

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  3. Thim

    Nachtrag: Ich habe mich über den Eintrag über den Uni-Dozenten bei AnkeG sehr geärgert. Studium, Promotion, wissenschaftliche Leistung. Alles kein Hinderungsgrund einfach einen Menschen als „Dr. Lebernase“ zu diffamieren. Und Applaus zu bekommen von Leuten, die es nicht mal zum abgeschlossenen Studium geschafft haben. Klar strahlt das Überheblichkeit aus. Nur kann man diese Überheblichkeit von jemanden, den man regelmässig liest anscheinend besser ertragen.

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  4. Bloom

    Nunja, für mich war einfach die Absicht klar erkennbar, mit dem Hinweis auf das Blog einer krebskranken „Anke“ den ersten Platz von Anke Gröners Vorname ins Licht zu rücken. Daher auch das Spiel mit dem „nicht verlinken“ aus „Rücksicht“ auf die andere „Anke“. Das war so durchsichtig. Denn wer nun schauen wollte, musste Google bemühen und sah Anke Gröner auf dem ersten Platz von 1,2 Millionen mit dem Vornamen Anke.

    Ich lese, wie bereits erwähnt das Blog von Frau Gröner lange genug, und kenne auch von anderen A-Bloggern diese Spielchen, die mir meist egal sind. Aber das ging mir über die Hutschnur, daher stellte ich Fragen. Und darüber bekam ich ganz neue Einsichten, wie Frau Gröner ihr Blog „sauber“ hält. Und nun finde ich die Frau nur noch zum Kotzen.

    Den Eintrag über den Professor las ich ebenfalls. Da hatte sie ebenfalls nicht mit Gegenwind gerechnet, wie sie selbst schrieb. In den Kommentaren wurde ganz deutlich gesagt, was Sache ist.

    Ja, diese Überheblichkeit zu ertragen wird dem regelmässigen Leser angezüchtet und das ist auch die Kunst von Frau Gröner und anderen.

    Doch zum Schluss noch eines. Wie arm ist eigentlich jemand, der angeblich erst über Google erfährt, dass es solche Schicksale gibt. Die Frau lebt in Hamburg, die bräuchte nur einmal ohne den iPod-Köpfhörer im Ohr aus der Haustür ginge und wäre sie wirklich so mitfühlend wie sie das darstellt, sollte das eigentlich kein Problem darstellen. Welches Armutszeugnis sie sich da selbst ausstellt, das ging Frau G. nicht auf.

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  5. Anke

    Bloom, ich „agiere“ in meinem eigenen Weblog „knallhart und rigoros“, wenn man mir persönlich zu nahe kommt. Und dass dein hinterhergeschobener Kommentar nicht wirklich eine Entschuldigung war, sieht man ja an deinen Tiraden hier.

    (Und wie immer bei solchen Einträgen frage ich mich: Wenn ich so scheiße bin, warum lest ihr mich dann? Habt ihr nichts Besseres zu tun?)

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  6. Bloom

    Ihre Definition von „persönlich zu nahe kommen“ eröffnet mir erst noch interessante Einblicke. Was Sie als „Tiraden“ sehen, betrachte ich als unangenehme Wahrheiten, Frau Gröner. Aber jeder nach seinem Standpunkt. Das in der Rage, der Enttäuschung über die Täuschung geschriebene „zum Kotzen…“ würde ich mir nun verkneifen zu schreiben. Denn im Ergebnis ist das Ende gepflegter Illusionen für mich nur positiv.

    Warum ich Sie bisher las? Weniger der interessanten Filmkritiken wegen, sondern wie ich das bereits schrieb, Ihrer Tricks wegen, weil sie geschickt mit Worten umgehen können und anscheinend stets, das schien an den Kommentaren sichtbar, genau die erwünschte Wirkung erzielten.

    Dass das „geschönten“ Kommentaren zu verdanken war, ist nun erst klar und damit fällt Ihr Blog in die Kategorie seichte Herz-Schmerz-Schlagermusik, gesungen von Michael und Marianne oder wie diese Leutchen heissen. Bestenfalls Unterhaltung, wie das Thim oben formulierte. Dafür ist mir meine Zeit tatsächlich zu schade. Hätte ich Ihnen nicht mitgeteilt, aber Sie wollten es ja wissen.

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  8. Frau G.

    „Und wie immer bei solchen Einträgen frage ich mich: Wenn ich so scheiße bin, warum lest ihr mich dann? Habt ihr nichts Besseres zu tun?“

    Und wie immer wenn Sie diesen Allgemeinplatz verwenden, Frau Gröner, frage ich mich, ob Sie tatsächlich glauben, es nähme Ihnen jemand ab, wenn Sie behaupten nur Bloggs zu lesen, die Sie nicht Scheisse finden. Denn so müsste es ja konsequenterweise bei Ihnen laufen. Oder gelten Ihre Empfehlungen in dieser Hinsicht nur für andere Menschen?

    Wer sich dermassen nach aussen präsentiert und wichtig sein möchte in der Bloggosphere, muss in seinem Weblog, welches für Kommentare angelegt wurde, auch mit Antworten leben, die dem eigenen Weltbild nicht entsprechen.

    Ich denke jede(r) von uns inszeniert sich über sein Blog ein Stück weit selbst, aber nicht alle brauchen gleich viel positiven Zuspruch.
    Trotzdem finde ich es albern Kommentare zu löschen, ausser sie werden a) anonym verfasst oder b) befassen sich inhaltlich nicht mit dem Posting.

    Kommentare egal welcher Art gar nicht erst zuzulassen wäre auch eine Möglichkeit, wie z.b. Else Buschheuer es praktiziert.

    Dann bekommt man allerdings nicht permanent öffentlich das Bäuchlein gestreichelt und wahrscheinlich ist genau das der Punkt. 🙂

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  9. Sanníe

    Wieso jemand, der von anderen viel gelesen wird, automatisch wichtig sein _möchte_, erschließt sich mit immer noch nicht.

    Bloom, wenn Sie Frau Gröner tatsächlich schon so lange lesen würden, dann wüßten Sie, daß sie löscht, wenn Ihr was nicht paßt. Schon immer.

    > Doch zum Schluss noch eines. Wie arm ist eigentlich jemand, der
    > angeblich erst über Google erfährt, dass es solche Schicksale gibt.

    Sehen Sie, und hier offenbaren Sie Ihr kaltes Herz, das nicht begreifen will, daß man jemandem auch in seinem Weblog zu nahe treten kann, daß Texte in Weblogs und die Menschen dahinter berühren können.
    Gestern las ich, daß Lus Vater gestorben ist. Ich habe stundenlang Rotz und Wasser geheult, obwohl ich Lu eigentlicht nicht kenne und schon immer wußte, daß Väter sterben.

    Warum trauen Sie Frau Gröner so eine Emotion nicht zu? Wegen ihres Berufes?

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  10. Bloom

    Vorneweg, Frau Sannie. Ich werde den von Ihnen angesprochenen Beitrag von Frau Lu und meine Gefühle für sie, aus dieser Diskussion herauslassen. Ich lese Lu täglich, das muss genügen.

    Dann eine Klarstellung. Obwohl Sie mich danach ansprechen, stammt das „automatisch wichtig sein möchte“ nicht von mir.

    Hätten Sie meine Beiträge gelesen, ehe sie antworteten, wüssten Sie, dass ich das Halten und geräuschlose Löschen von Kommentaren nicht mitbekommen konnte. Und der allgemeinen, mir bekannten Aussage von Frau Gröner, sie würde sich nicht jeden Mist gefallen lassen, konnte ich ja zustimmen, wusste ja nie wie das abläuft und wie niedrig Frau Gröners Schmerzschwelle ist, ihre Beiträge und Filmkritiken vermittelten da ein anderes Bild.

    Was ich Frau Gröner an Emotionen zutraue, darüber werde ich hier keine Spekulationen anstellen. Mir ist es an dieser Stelle wichtig festzuhalten, dass ich davor warnte, alles ernst zu nehmen, auf das man überraschend im Netz stösst. Von daher auf ein kaltes Herz meinerseits zu schliessen halte ich für sehr gewagt.

    Für mich zählte, um auf Frau Gröners Beitrag zurückzukommen, sie verknüpfte den Bericht einer krebskranken Frau mit Ihrem Google-Rang und ein Trick schien mir nicht ausgeschlossen. Frau Gröner arbeitet in einer Werbeagentur, weiss, wie sie Botschaften anbringen muss, damit sie haften bleiben und die Art nicht zu verlinken erschien mir in dem Zusammenhang sehr seltsam. Man wäre ja ohne Umweg über Google und den Blick auf Frau Gröners ersten Platz, direkt zum Weblog dieser anderen „Anke“ gekommen. Daraufhin stellte ich Fragen und erhielt ja auch Antworten, allerdings eher indirekt.

    Ob auch erschütternde Berichte über Krebskranke echt sind, erschliesst sich manchmal nicht einmal nach jahrelangem Lesen eines Weblogs. Falsches in dieser und anderer Richtung gab es zur Genüge. Daher erschien meine Frage angebracht. Und da selbst renommierte Medien wie die NY-Times, Washington Post und andere immer mal wieder mit gefälschten Berichten ihrer eigenen Journalisten zu kämpfen haben, erschien mir die Frage nicht unangemessen.

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  11. Anke

    Frau G., auch wenn Sie mir das garantiert nicht abkaufen werden, aber: nein, ich lese keine Weblogs mehr, die ich scheiße finde. Habe ich eine Zeitlang gemacht; ist ja auch faszinierend mitzukriegen, wie doof der Rest der Menschheit ist. Bis ich gemerkt habe, dass ich mich jeden Tag über irgendeinen Eintrag aufgeregt habe. Also habe ich, trotz aller klatschsüchtigen Entzugserscheinungen, aufgehört, Blogs zu lesen, die ich nicht mag. Und ich muss sagen, es lebt sich sehr entspannt damit.

    Zu den Kommentaren, die angeblich nur mein Bäuchlein streicheln sollen: Auf meiner Seite finden sich genügend Kommentare, die mir gehörig die Meinung sagen. Solange dieses Meinung-Sagen in einem halbwegs vernünftigen Tonfall stattfindet, habe ich kein Problem damit bzw. setze mich auch mit den Kommentaren auseinander. Dafür sind sie schließlich da – nicht zum Bauchpinseln, sondern zum Diskutieren. Ich habe allerdings ein Problem mit dämlichem, anonymen Gebrabbel, das mich persönlich angreift. Was genau nun einen persönlicher Angriff darstellt, muss jeder für sich selbst definieren. Das habe ich gemacht, und deswegen habe ich einen Kommentar gelöscht.

    (Was für ein anderer Kommentar das sein soll. von dem Bloom ständig redet, weiß ich allerdings nicht. Aber das wird er bestimmt nochmal auf 25 Zeilen auswalzen. Und nochmal „Zensur“ unterbringen. Whatever.)

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  12. Bloom

    Frau Gröner was mit dem anderen Kommentar (oder Kommentaren) ist wissen Sie besser, ebenso den Grund warum Sie die Kommentare ganz sperrten.

    Dass Sie versuchen, die Sache ins Lächerliche zu ziehen, spricht kaum für Ihre Position. Das Wort „Zensur“ finden Sie von mir einmal hier und dass es Ihnen nicht passt, dass ich Ihre Vorgehensweise ausführlich schilderte ist verständlich, ändert jedoch nichts an Ihrem fragwürdigen Vorgehen.

    Pikanterweise vertrauen Sie darauf, dass Sie in anderen Blogs ungehindert zu Wort kommen, eine Gnade, die Sie in Ihrem Blog dem Anschein nach vorwiegend Schmeichlern zukommen lassen.

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  13. dogfood

    Herr/Frau Bloom, die Frage nach der Wahrhaftigkeit stellt sich natürlich leichter an andere Leute, solange man selber aus dem Anonymat heraus arbeiten kann.

    Wenn man die Weltverschwörungstheorien die Sie über Frau Gröner hegen, qua gleichen Maßstab auf Sie, unbekannte Person, anwenden würde, gäbe es ein ein Potential von Horrorgeschichten zu erzählen, von hier bis zum Jordan.

    Zur „Anke“-Geschichte und den Kommentaren:

    Die Kommentare wurden zuerst von mir auf Blogbar und wenige Minuten später von Frau Gröner in ihrem Blog gesperrt, nachdem ich sie per eMail drum gebeten hatte.

    Frau Gröner hatte in ihrem Eintrag nachvollziehbar erklärt, warum sie nicht auf das „Anke“-Blog verlinkt (was übrigens einer der faktischen Gründe ist, die Ihre gesamte Theorie vom Google-Rank-Pushing zum kompletten Blödsinn macht). Einer der Kommentare auf Blogbar meinte aber trotzdem den Link auf das Anke-Blog posten zu müssen. Jener Kommentar wurde von mir editiert. Der Link wurde gelöscht und ich habe nochmals die Gründe erklärt.

    Der Kommentator ließ´aber nicht locker und in den folgenden zirka zwanzig Minuten feuerte der Kommentator knapp dreißig weitere Kommentare ab, die allerdings allesamt von WordPress in der Moderationsschleife gehalten wurde.

    Dem Kommentator ging es gar nicht mehr um die Sache, nicht der Ansatz von Diskussion, sondern ums „Recht“ behalten, um den Egotrip. Um kurz nach zwölf meinte er sogar mir ein Ultimatum machen zu müssen und drohte in zehn Minuten bei Anke zu kommentieren, wenn ich nicht seine Kommentare freischalte.

    Das war der Zeitpunkt wo ich a) bei blogbar die Kommentare im Eintrag abschaltete und b) Frau Gröner per eMail informierte.

    Eine Frage Herr/Frau Bloom: Sie kommentieren nicht zufällig in anderen Blogs unter anderen Nicknames?

    PS: Vorsicht vor den Leuten die vor den Untergang von Kommunikation in Weblogs dank ausgeschalteter Kommentare warnen. Manche Krokodilsträne die da geweint wird, stammt von Leuten, die monatelang die Verlinkung durch bestimmte Blogs per .htaccess blockiert haben…

    Antworten
  14. Bloom

    Was würde das an meinen Worten ändern, wenn ich unter dem Namen Heiner Müller kommentieren würde? Nichts. Sie heben auf die Anonymität ab, während ich in meinen Beiträgen auf das Vorgehen von Frau Gröner einging. Ich habe an Frau Gröner keine Frage nach Wahrhaftigkeit gestellt, sondern ihr Vorgehen geschildert, wahrheitsgetreu und das auch eher zufällig öffentlich hier in diesem Blog.

    Was Sie meine „Weltverschwörungstheorie“ nennen und „kompletten Blödsinn“ möge jeder selbst entscheiden. Offensichtlich sind jedoch meine Schilderungen besorgniserregend genug und keinesfalls so blödsinnig, dass man das mit einer Handbewegung abtun könnte sondern Sie, doogfood, Frau Sannie und Frau Gröner jetzt in ihrem eigenen Blog zu sehr, sehr langen Rechtfertigungsversuchen veranlassen.

    Zu Ihrer Frage. Ich kommentiere nicht unter wechselnden Nicknames über den gleichen Sachverhalt, auch nicht in der Blogbar oder sonstwo. Ich habe bei Frau Gröner zwei Kommentare hinterlassen, ein dritter wurde von ihr gelöscht.

    Was auch immer Sie oder irgend jemand anders mir unterschieben möchten, Frau Gröners lange Rechtfertigung liest sich nicht nur etwas zähe, sie geht auch mit keinem Wort auf das von mir Angesprochene ein.

    Als da wäre. Frau Gröner kann Kommentare sehr ausgeklügelt steuern, für Unbeteiligte völlig unaufällig. In welchem Ausmass, darüber spekuliere ich nicht öffentlich. Frau Gröner hat einen Eintrag für über ihren Google-Rang mit dem Hinweis auf eine Frau verknüpft die im Weblog über ihren krebskranken Mann berichtet.

    Meine Warnung vor allzu grossem Vertrauen in solche Berichte ist nicht aus der Luft gegriffen. Das wissen Sie, das weiss Frau Gröner und viele andere ebenfalls.

    Was Ihr postscriptum anlangt. Ich kenne die Kriege ansatzweise, die geführt werden um gute Positionierungen, um Besucherzahlen, habe schon wiederholt bei „grossen“ Lifestylebloggern gesehen, wie missliebige Beiträge gelöscht wurden. Doch falls Sie glauben machen wollen, dass ich einen von euch besser halte als den anderen, dann sind Sie im Irrtum. Mit der Warnung bestätigen Sie eigentlich, dass es nicht um Wahrhaftigkeit oder Mitgefühl geht, sondern um völlig andere Dinge. Nur die Frau Gröner hatte ich bisher nicht auf dieser Seite gesehen. Warum eigentlich?

    Mich ödet das wirklich an und wenn ich nicht Thomas Schewe eine Antwort hätte geben wollen, mir wäre viel Tipparbeit erspart geblieben.

    Antworten
  15. dogfood

    Herr/Frau Bloom, zuerst: es tut mir (nicht wirklich) leid, dass sie sich permament dazu quälen müssen über 2000 Zeichen lange, substanzlose Kommentare zu verfassen um der staunenden Öffentlichkeit („eher zufällig öffentlich„) zu verkünden: Kommentare werden moderiert, Kommentare werden gelöscht. Wenn Sie sich das nächste Mal noch etwas mehr in Pose schmeißen, verspreche ich Ihnen, das wir alle uns Zwiebelsaft in die Augen reiben werden um das Opfer dass Sie bringen, zu würdigen.

    All Ihre Relativierungen bringen nichts, wenn sie zwei Absätze später wieder auf ihren eigentlichen Antrieb zu sprechen kommen: Sie sind überrascht, dass Ihre Kommentare bei Frau Gröner gelöscht wurden. Sie fühlen sich auf Schlips und anderes getreten. Sie machen ihren „Manipulations-“ und „Zensurvorwurf“ im Falle von Frau Gröner, wenn ich es richtig sehe, an zwei gelöschten Kommentaren fest.

    Nix mit geschwurbelten „Neu für mich, dass durch das unauffällige Löschen bestimmter Kommentare für den unbeteiligten Leser ein Eindruck entsteht, der schlicht falsch ist.„. Wenns um die Argumentation gegangen wäre, wären Ihre Kommentare um einige tausend Zeichen geringer ausgefallen. Aber Ihr eigentlicher Punkt ist ja nicht die „Zensur“, das Löschen von Kommentaren oder eine mögliche Verzerrung von Threads durch Löschen von Kommentaren. Was ja im Falle der Frau Gröner auch nicht geht, da Sie wohl kaum über die entsprechenden empirischen Zahlen verfügen dürften. Nein, es geht um was anderes.

    Simples Nachtreten. Und das hat man schon hochklassiger und effizienter gesehen.

    re: Anonymität
    Nix gegen Ihre Anonymität, aber ich glaube dass nur Blogger mit offener Kommentarfunktion kompetent über den Umgang mit Kommentaren reden können. Theoretisch mag sich das recht nett anhören, „alle Kommentare durchlassen“. Die Praxis lehrt einem anderes. Sie haben da eine recht komfortable Ausgangslage: kein Blog an dem wir Sie messen könnten.

    Antworten
  16. Bloom

    Sie haben insofern recht, dogfood als alles was zu sagen war in meinem ersten Kommentar hier steht. Die weiteren Antworten waren Reaktionen auf Thim, Frau Gröner, Frau Sannie und Sie, von Nachtreten kann keine Rede sein.

    Das ich mich Ihrer Argumentation nicht beuge, macht Sie ärgerlich und ehe Sie im Niveau noch weiter herunter müssen, beende ich für meinen Teil diese doch sehr erhellende Auseinandersetzung.

    Antworten
  17. dogfood

    Sorry, ich konnte es Ihrer Antwort nicht ganz entnehmen: woran machten Sie Ihre Zensurvorwürfe bei Frau Gröner fest?

    An zwei gelöschten Kommentaren?

    An zwei von 25378 Kommentaren seit dem Relaunch (Stand Mo., 20h10, Spam mit eingerechnet, an den Kommentar-IDs zu erkennen)? Oder haben Sie da andere Zahlen?

    Rechtfertigt das Sätze wie „wusste ja nie wie das abläuft und wie niedrig Frau Gröners Schmerzschwelle ist„, „fragwürdigen Vorgehen„, „nahezu perfekt und unauffällig arbeitende Zensur„?

    Antworten
  18. Günni

    Wer Kommentare löascht, bringt auch kleine Kinder um. Das ist doch Unfug. Das Niveau oder die Brisanz der gelöschten Kommentare liegt doch irgendwo bei „unter der Nachweisgrenze“.

    Für mich stellt sich das als grundsätzliche Entwicklung dar. Mit ein paar täglichen Tralala-Postings kann man es nicht mehr in die Top-irgendwas der deutschen blogger schaffen. Kritik kommt von Lesern, deren Erwartung an ein „Top-Blog“ nicht erfüllt werden. Und die Erwartungen werden immer höher. Blogs werden erwachsen und posting wie: „Der Kerl hat mein Schwert versteckt“ landen im myblog-Universum. Da wird sich in den nächsten Monaten noch einiges wandeln. Wer keine wirklich guten Stories, analytischen Grips oder echten Mehrwert liefert, der wird ausserhalb des eigenen Dunstkreises ncht mehr gehört werden. Viele wollen das auch nicht oder wollen nicht die Zeit dafür aufwenden.

    Es wird auch von bloggern kritisiert, dass wir keine so einflussreichen und guten blogs wie in den USA haben. Keine Angst das wird kommen. Nur gehören zu einer Handvoll „High-Impact-blogs“ auch einige Dutzend nicht minder gute Schreiber. Die das jetzt kritisieren, weil sie als eitele „A-list“-blogger sich nicht ernstgenommen fühlen, werden die ersten sein, die sich dann in der Regionallige wiederfinden.

    Es bleibt spannend in bloggerland.

    Antworten
  19. Test

    er Kommentare löascht, bringt auch kleine Kinder um. Das ist doch Unfug. Das Niveau oder die Brisanz der gelöschten Kommentare liegt doch irgendwo bei „unter der Nachweisgrenze“.

    Für mich stellt sich das als grundsätzliche Entwicklung dar. Mit ein paar täglichen Tralala-Postings kann man es nicht mehr in die Top-irgendwas der deutschen blogger schaffen. Kritik kommt von Lesern, deren Erwartung an ein „Top-Blog“ nicht erfüllt werden. Und die Erwartungen werden immer höher. Blogs werden erwachsen und posting wie: „Der Kerl hat mein Schwert versteckt“ landen im myblog-Universum. Da wird sich in den nächsten Monaten noch einiges wandeln. Wer keine wirklich guten Stories, analytischen Grips oder echten Mehrwert liefert, der wird ausserhalb des eigenen Dunstkreises ncht mehr gehört werden. Viele wollen das auch nicht oder wollen nicht die Zeit dafür aufwenden.

    Es wird auch von bloggern kritisiert, dass wir keine so einflussreichen und guten blogs wie in den USA haben. Keine Angst das wird kommen. Nur gehören zu einer Handvoll „High-Impact-blogs“ auch einige Dutzend nicht minder gute Schreiber. Die das jetzt kritisieren, weil sie als eitele „A-list“-blogger sich nicht ernstgenommen fühlen, werden die ersten sein, die sich dann in der Regionallige wiederfinden.

    Es bleibt spannend in bloggerland.

    Antworten
  20. Thomas Schewe

    Die Zahl der Kommentare hat mich schlichtweg überrascht. Thematisch ging es in der Diskussion weniger um den Inhalt meines Postings, sondern und die Frage der Zensur bei Kommentaren. Zu diesem Thema habe ich hier etwas geschrieben.

    Antworten
  21. Santos

    „Der Kommentator ließ´aber nicht locker und in den folgenden zirka zwanzig Minuten feuerte der Kommentator knapp dreißig weitere Kommentare ab, die allerdings allesamt von WordPress in der Moderationsschleife gehalten wurde.“

    @dogfood: Das ist nicht richtig. Du hast meinen Text sinnentstellend verändert und meine Nachfragungen diesbezüglich gelöscht. Du hättest mir auch eine Email schicken können, so wie der Thomas das macht. Reden kann man über alles, ich bin grosszügig und lasse gerne vieles durch. Ich habe auch bei der Anke vorher noch gepostet und die hat ebenfalls plötzlich meine beiden Nachfragungen gelöscht. Eine Möglichkeit für eine Richtigstellung wurde mir nicht mehr gegeben. So ist das. Cuius regio, eius religio.

    Du machst es dir zu leicht, zuerst zu löschen um dann eine Woche später mit aus der Luft gegriffenen Behauptungen „knapp dreißig weitere Kommentare“ hier wieder von vorne anzufangen. Das andere habe ich auf der http://zenzizenzizenzic.obscursville.com/archives/2005/05/29/zensur-in-blogs/ schon ausführlich erklärt.

    Antworten
  22. dogfood

    @santos: das einzige was ich gemacht habe: den link zu entfernt und das für jedermann transparent. ich habe ferner die „spielregeln“ betont: dass der link nicht reinzusetzen ist.

    du solltest wissen, dass kommentare in wordpress teilweise nicht „gelöscht“ werden, sondern von der veröffentlichung rausgenommen werden. sie sind daher teilweise noch in der DB drin. sie liegen mir zudem noch als benachrichtungsemail vor. betrachten wir doch mal deine kommentare in reaktion auf meine löschung des links.

    erster kommentar danach: „Feigling – Eigentlich ist dein Blogeintrag noch harmlos. Viel zu viel Zeilen, um dann doch nicht auf den Punkt zu kommen.“

    danach folgten Kommentare der güteklasse:
    „Und deswegen tun wir den gelöschten Link http://www.xxxx.de auch wieder rein und versuchen der Anke zu helfen.“ (2x 11h41, 11h44)

    „http://www.xxxx.de“ (11h44)

    „Und deswegen tun wir den gelöschten Link http://tinyurl.com/xxx auch wieder rein und versuchen der Anke zu helfen.“ (11h46, 11h48, 11h50, 4x 11h51, 2x 11h52, 2x 11h53)

    „du zensierst die links, du schnappsnase“ (11h47)

    „ich komme später wieder. schäm dich, du zensurkanarienvogel“ (11h54)

    „nein“ (11h55)

    „riesensauerei das hier. du bist nicht anke gröner“ (11h56)

    „wenn dir was dran liegt, dann tu den gelöschten Link http://tinyurl.com/xxx wieder rein und versuche damit der Anke zu helfen.“ (11h58)

    „oder auch nicht und dann direkt http://www.xxxx.de/xxxx“ (11h58)

    „meine email hast du http://www.xxxx.de/xxxx“ (11h59)

    „sie selbst linkt nicht, kein Problem das. Ich linke das.“ (12h02)

    „ich kann auch anders linken. ich surfe zu anke und linke hier rein. suche es dir aus. ich gebe dir 10 Minuten. Santos postet bei Anke“ (12h03)

    „9“ (12h04)

    „8“ (12h05)
    etc…

    es sind 26 kommentare von dir zwischen 11h41 und 12h06 gewesen.

    auf ein wort: das sind nicht kommentare von jemanden der diskutieren will, sondern ein psycho- oder soziopath. „reden kann man über alles“? schaue dir deine kommentare an. das hat nichts mehr mit reden oder dem wunsch nach richtigstellung zu tun. nur weil es das internet ist, heißt es nicht, dass regeln des anstands und umgangs außer kraft gesetzt ist.

    Antworten
  23. Matthias

    „das sind nicht kommentare von jemanden der diskutieren will, sondern ein psycho- oder soziopath“

    LOL! dogfood, das ist genau die Art von Attacken, die du in deinem Blog löschen würdest.

    Antworten
  24. Pingback: The Blog.ch.Blog » Die Angst vor Kommentaren

  25. dogfood

    @matthias: lies dir bitte die kommentare auf blogbar in sachen kelly m. durch, was ich da alles durchgelassen habe.

    Antworten

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